Impuls
Übertragbare Kompetenzen benennen — ohne Floskeln
Viele Lebensläufe listen Eigenschaften, die in jeder Stellenanzeige stehen: belastbar, kommunikativ, teamfähig. Auf dem deutschen Arbeitsmarkt helfen diese Wörter selten weiter — Personalverantwortliche suchen Belege.
Vom Label zur Situation
Nehmen Sie eine typische Woche Ihrer letzten Rolle. Schreiben Sie drei Situationen auf, in denen etwas schiefgehen konnte und Sie eingreifen mussten. Dann notieren Sie: Was genau haben Sie getan? Welches sichtbare Ergebnis gab es (Zeit, Fehlerquote, Kundenzufriedenheit, Schichtabdeckung)?
Beispiel Handel: Statt „Führungsstärke“ — „Bei kurzfristigem Personalausfall drei Filialen über eine WhatsApp-Runde und Excel-Schichtplan so koordiniert, dass die Öffnungszeiten gehalten wurden.“
Branchenfremde Leser mitdenken
Wenn Sie die Branche wechseln, streichen Sie Fachjargon, den nur Ihre alte Zunft kennt. Ersetzen Sie ihn durch Tätigkeitsverben, die auch in der Zielbranche vorkommen: planen, prüfen, einweisen, dokumentieren, verhandeln, priorisieren.
Nächster Schritt in der Beratung
In unseren Sitzungen übertragen wir solche Formulierungen in die Kompetenzkarte und prüfen sie an echten Stellenanzeigen. Wenn Sie das allein versuchen, reicht oft schon eine Liste von zehn Situationssätzen als Ausgangsmaterial für das Erstgespräch.